Training in Lockdown Zeiten


In diesen Zeiten scheint es schwer zu sein Welpen und Junghunde mit ihrer Umwelt anderen Menschen und Hunden zu sozialisieren. Wir zeigen euch hier, wie man es auch in diesen Zeiten durchführen kann. Diese Trainingsansätze gelten natürlich nicht nur für Welpen. Auch erwachsene Hunde zeigen teilweise Unsicherheiten und lernen täglich.


Übung: Fremde Menschen kommen zu Besuch

Welpen sollten lernen, dass fremde Menschen zu Besuch kommen und dass dies nichts Negatives bedeutet. Das heißt aber nicht, dass fremde Menschen, die einen Hund zunächst verunsichern, dem Hund Leckerchen geben sollen.

Dies führt später dazu, dass ein Hund gerne zu Menschen hinrennt, weil die ja so viel Leckerchen versprechen. Nein, wir als Bezugsperson geben dem Hund das Leckerchen, wenn er einen fremden Menschen noch entspannt aus der Entfernung anschaut. Auch belohnen wir das anschließende Abwenden zu uns. Dies bedeutet, dass der Reiz nicht den Wert sondern ich den Wert des Reizes erhöhe. Das ist ein entscheidender Unterschied. Beim Halter ist es schön und ich erkläre dem Hund, dass fremde Menschen Positives bei mir bedeuten.

Es ist tatsächlich für einen Welpen nicht nötig, dass ein fremder Mensch erscheint. Schaut in eure Karnevals- oder Klamottenkiste nach ausladenden Hüten, wehenden Mänteln, Mützen, Brillen oder was ihr sonst noch so findet. Seid kreativ. Hunde nehmen sehr viel über die Nase wahr. Wenn ihr also noch die kleine Tube Körpercreme vom letzten Hotelbesuch habt (hat man ja schließlich mitbezahlt 😉), dann tragt diese auf. Hunde gehen sehr viel über den Geruch. Das ist nicht zu unterschätzen. Allein diese unbekannte geruchliche Veränderung des Menschen, fördert schon die soziale Reife des Hundes.

Ein Familienmitglied klingelt dann in neuer Montur, mit neuem Geruch und betritt mit anderer Körpersprache den Flur, während man selbst den Welpen beim Erscheinen mit Leckerchen, wie vorab beschrieben versorgt. Hier sind also auch schauspielerische Fähigkeiten gefragt. Aber auf diese Art und Weise bedarf es tatsächlich keines Besuches um einen Welpen an Besuch, der anders ist zu gewöhnen.

Aber wichtig ist hier immer: bei der ganzen Übung sollte der Welpe grundsätzlich positiv gestimmt und wenn dann nur kurz Stressanzeichen, wie eine gebogene Rute oder nach hinten gerichtete Ohren zeigen. Er sollte sich schnell wieder beruhigen. Ansonsten geht die Person wieder. Wenn er sich beruhigt hat, erscheint die Person dann noch einmal, hält aber mehr Abstand und verhält sich unauffälliger. Dann werden vom Halter Leckerchen auf den Boden geworfen.

Diese Übung ist von großer Wichtigkeit, da erst später in der Teenagerphase Territorialität entstehen kann. Dies wird hiermit effektiv verhindert.




Das wir draußen Abstand halten müssen, ist für die Erweiterung der Übung nur von Vorteil

Auch draußen bei Sicht von Menschen, Hund, Kinder, andere Tiere, Fahrradfahrer, Jogger, Schilder, Fahnen, Figuren usw. gibt man dem Welpen ein Leckerchen oder wirft diese auf den Boden. Beachte: die Belohnung erfolgt immer bei mir, nicht beim fremden Menschen oder Hund (auf die passende Sozialisierung in diesen Zeiten in Kontakt mit anderen Hunden, gehen wir in einem weiteren Kapitel ein).

Um aber Ängste und Verunsicherungen in neuen Situationen zu verhindern sollte der Welpe das Neue in sei