Was tun mit dem Hund?

Aktualisiert: Feb 5


Die gemeinsame Arbeit und das gemeinschaftliche Erleben ist das, was ein Rudel ausmacht, es zusammenschweißt und zu einem ausgeglichenen Wesen führt. Bestärktes Lernen ist für Mensch und Hund befriedigend und hat eine wichtige Sozialfunktion. Hochspezielle Fähigkeiten des Hundes und, damit verbunden, eine oft beeindruckende Hirnkapazität liegen oft brach und können beim Hund zu teils erheblichem Problemverhalten führen.

Es gibt aber auch das andere Extrem, welches genauso zu Problemverhalten beim Hund führt. Der Mensch beginnt von Anfang an, den Arbeitshund stark auszulasten. Das Problem in diesem Zusammenhang ist nur, dass allzu oft Auspowern mit Auslasten verwechselt wird. Der Hund steht praktisch ständig unter Strom, hat kaum mehr Zeit zu entspannen und gerät in einen dauerhaften Erregungszustand.

Desweiteren kann zum Beispiel das konditionierte Hinterherlaufen von Bällen ein selbstbelohnendes Suchtmittel werden. Dauerndes Ballwerfen ist auspowern und keine artgerechte Beschäftigung. Gegen kontrolliertes Ballwerfen verbunden mit Impulskontrolle dagegen ist nichts auszusetzen.

Ein artspezifisches Grundbedürfnis aller Hunde ist das Jagdverhalten in verschiedenen Abwandlungen. Wenn der Hund aus verständlichen Gründen keine natürliche Beute jagen darf, so müssen wir ihm die Möglichkeit bieten, seine Jagdmotivation an einer Ersatzbeute auszuleben. Es wäre also grundsätzlich zu überlegen, ob unser Hund nicht einen Teil seines täglichen Futters erarbeiten sollte.

Stellen Sie zum Beispiel Ihrem Hund nicht jeden Abend um die gleiche Zeit seinen Futternapf hin, sondern verstecken Sie den Napf doch einmal draußen im Garten und lassen den Hund suchen. Oder nehmen Sie einen Teil der täglichen Futterration auf Ihren nächsten Spaziergang mit und legen Sie eine Fährte. Das Legen und Suchen von Futterfährten, das gemeinsame Erlebnis, Erfolg bei der „Jagd“ zu haben, stärkt die Bindung und lastet den Hund ungemein aus.

Achten Sie beim Spaziergang darauf, wie oft Ihr Hund zurückblickt. Sie werden überrascht sein. Trainieren Sie sich nun selbst darauf zu reagieren. Erwidern Sie dieses Schauen mit einem Lob (FEIN), einen kurzen Nicken, einem Kommando (z. B. Lauf) oder einer Richtungsanzeige mit dem Arm. Der Hund lernt hier nebenbei auch, dass der Mensch der Verwalter der stark belohnenden Ressource Jagdspiel ist.


Beobachten Sie ihren Hund beim gemeinsamen Jagen. Springt er ins hohe Gras oder buddelt nach Mäusen? Belegen Sie diese Handlungen mit einem Kommando zum Breispiel ‚Wo ist die Maus‘. Werfen Sie ein Spielzeug ins Gras, ohne dass der Hund es sieht oder legen ein Leckerchen in ein Mauseloch und sagen ‚Wo ist die Maus‘. Das ist neben einer wunderbaren artgerechten Beschäftigung somit auch ein Gehorsamkeitstraining. Der konditionierte Ruf ‚Wo ist die Maus‘ verspricht einem Hund, der gerade eigenständig zu jagen versucht die passende Belohnung nämlich ein eingeübtes und mit Sicherheit Belohnung versprechendes Jagdspiel. Dieser Ruf dient auch in wichtigen Situationen als zuverlässiger Super Rückruf.


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